Pressemitteilung vom 05.10.12

Kohlrabi – Kunst bis Politik

Am Sonntag, den 7. Oktober von 13 und 16 Uhr findet ein öffentliches Happening am Ölmühlenplatz im Karoviertel statt. Unter dem Motto „Keimzelle goes GrünAreal“ wird ein Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekt eröffnet, das sich der ehemaligen Rindermarkthalle in Hamburg St. Pauli mit einer Vision näher. Die Vision ist ein Gemüsegarten als Planungsplattform zur Entwicklung des Areals mit Anwohnerinnen und Anwohnern.

Musik aus dem Viertel, saisonaler Biosuppe, die Einweihung neuer Hochbeete und Sitzgruppen erwarten die Gäste. Vier Kurzvorträge zum Zusammenspiel von Kunst, Stadtgemüse und Stadtplanung werden dargeboten. Ein Schaukasten gegenüber der Alten Rindermarkthalle beherbergt eine skulpturale Miniaturlandschaft des GrünAreals und wird in die dunkle Hamburger Nacht verhinderter Teilhabepolitik leuchten.
Das Gelände der Rindermarkthalle ist ein umkämpfter Raum. Es soll neu beplant werden, nachdem der letzte Supermarkt das städtische Gelände verlassen hat. Anwohner_innen fordern ihr Recht auf Stadt.

Das von der Hamburger Kulturbehörde geförderte Projekt „GrünAreal“ nutzt das gemeinsame Gärtnern als lokale Aktivität zur nachhaltigen Produktion von biologisch angebauten Lebensmitteln. Zugleich erneuert diese zeitgemäße Landbau-Kunst im öffentlichen Raum die Stadt als Bühne: Die Beteiligten, die aus den unterschiedlichsten sozialen Milieus und kulturellen Herkünften stammen, gestalten zusammen den urbanen Lebensraum und eine demokratische Stadtentwicklung. Das selbstorganisierte GrünAreal versteht sich als Planungsgarten und -plattform für die zukünftige Nutzung der Außenfläche der Alten Rindermarkthalle. Das künstlerische Projekt macht der städtischen Politik vor, wie Bürgerbeteiligung „von unten“ geht.

Programm:

wir ernten und eröffnen
• Redeorte  • Hochbeete • Sitzplätze  • Gemüseanbau • öffentlichen Raum  • und eine Vision mit Beiträgen zu:
• Grünareal (Anke Haarmann, Künstlerin Stadtaktivistin)
• Stadtgemüse (Harald Lemke, Phlosoph Stadtaktivist)
• Planungsgarten (Bernd Kniess, Stadtplaner)
• Ist das Kunst oder kann das geerntet werden (Michael Lingner, Kunsttheoretiker)
• mit einem performativen Musikumzug (Ben con Cello, Anne Wiemann, u.a.) und Film (utopieTV) und Suppe (c’est si bon)
www.gruenareal.net
www.diekeimzelle.de

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg im Programm Kunst im öffentlichen Raum und ermöglicht durch die Beteiligten des Planungsgartens